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Simón Bolívar und die bolívarische Republik Venezuela

 

Simón Bolívar, findet sich hier unter den berühmten Männern Venezuelas, weil sein Mausoleum in Caracas steht, er hat jedoch für den gesamten Kontinent Südamerika eine herausragende Bedeutung, was sich in zahlreichen Denkmälern, Namen und Währungen zeigt.

Simón José Antonio de la Santísima Trinidad Bolívar Palacios y Blanco wurde am 24. Juli 1783 in Caracas, Venezuela, geboren und starb am 17. Dezember 1830 in Santa Marta, Kolumbien an Tuberkolose. Bolívar war südamerikanischer Unabhängigkeitskämpfer und ist noch heute Nationalheld vieler südamerikanischer Länder.

Vor rund 200 Jahren vertrieb er die Spanier aus Südamerika und war Präsident der neugegründeten, weil befreiten Gebiete die er zur Republik Großkolumbien erklärte. Dieser Staat umfasste die Territorien der ehemaligen spanischen Provinzen Venezuela, Ecuador und Kolumbien, damals zusammen mit Panamá, Neu-Granada genannt.

Simón Bolívar war der Sohn einer reichen Kreolenfamilie aus Caracas, viel bereist und gut ausgebildet. Er hatte einen Privatlehrer, Simón Rodríguez, mit dem er nach dem Tod seiner Eltern auch nach Europa reiste. Er war vornehmlich in Spanien unterwegs, jedoch auch in Frankreich und Deutschland. Dass er insbesondere dort einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, bezeugen Standbilder Bolívars in Berlin-Tiergarten, vor dem Iberoamerikanischen Institut, sowie die Parkanlagen in Hamburg-Harvestehude und in Frankfurt am Main. Zu seinen deutschen Freunden gehörte auch Alexander von Humboldt.

In Spanien heiratete er María Teresa Rodríguez del Toro y Alaysa, die jedoch kurz darauf nach der gemeinsamen Rückkehr nach Venezuela an Gelbfieber starb. Getrieben reiste Bolívar wieder nach Europa und zeigte dort seine starke Bewunderung für Napoléon Bonaparte und seine Politik.

Ganz im Sinne dieser Politik schloss sich Bolívar, zurück in Südamerika, der aufkeimenden Unabhängigkeitsbewegung in Lateinamerika an und wurde Teil der Widerstandsjunta in Caracas, die am 19. April 1810 die Selbstverwaltung Venezulas verkündete und ihn als Diplomaten nach Europa entsand.  Es kam zu Kämpfen mit der spanischen Armee, die zeitweise sogar die erste ausgerufene Republik Venezuela eroberte. Bolívar floh, kehrte jedoch als Eroberer zurück und verdiente sich dabei den Ehrennamen "el libertador", der Befreier.

Er befreite noch Bogotá, scheiterte jedoch an politischen Querelen und spanischen Erfolgen, so dass er statt Cartagena einzunehmen und Land und Leute zu einen nach Jamaika ins Exil fliehen musste.

Am 26. Juli 1822 kam es zu dem berühmten Treffen zwischen Simón Bolívar und dem argentinischen General José de San Martín, der den Süden Lateinamerikas von den Spaniern befreite. Zusammen kämpften sie in Peru gegen den enormen Widerstand der spanischen Besatzer. Mit Hilfe von General Antonio José de Sucre wurde die spanische Kavallerie entgültig besiegt, Spanien zog sich aus Südamerika zurück, die Republik erstarkte und das Gebiet nannte sich fortan nach seinem Befreier, Bolivien. Die Republik Groß-Kolumbien zu führen, gestaltete sich zunehmend schwieriger. Obwohl Bolívar, als Diktator eingesetzt, über eine enorme Machtfülle verfügte, war ein Scheitern unabdingbar. Es gab sogar ein Attentat auf ihn, dass er jedoch dank seiner Geliebten überlebte und nach zahlreichen qälenden Jahren an der Spitze trat er zurück und wollte ins Exil in die Karibik. Bevor er jedoch den südamerikanischen Kontinent, der ihm soviel zu verdanken hat, verlassen konnte, starb er am 17. Dezember 1830 in Santa Marta, Kolumbien.

Schnell kam es nach anfänglicher Freude über den Tod Bolívars zur Heldenverehrung und heute zeugen unzählige Orte und Städte mit seinem Namen von seinem Ruhm. Venezuela heißt heute noch Bolivarische Republik, seine Währung ist der Bolívar, der venezuelanischen Jugendchor trägt seinen Namen und der Verdienstorden des Landes wurde ihm zu Ehren gestiftet.

 
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