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Surinam - Natur und Umwelt


Surinam ist der einzige Staat in Südamerika, dessen Landessprache Niederländisch ist. Es gehört zu den „Guyana-Staaten“, was auf den großen Wasserreichtum hindeutet, und wird deshalb auch Niederländisch Guyana genannt. Nach einer bewegten Geschichte wurde das Land allerdings 1975 von den Niederlanden unabhängig und geht seitdem seine eigenen Wege.

Geografie Surinams

Der Staat Surinam liegt im Norden Südamerikas und grenzt dort an den Atlantischen Ozean. Seinen Namen hat das Land vermutlich vom Stamm der Surinen. Der Staat grenzt im Süden an Brasilien, im Westen an Guyana und im Osten an Französisch Guyana. Mit einer Fläche von etwa 164.000 km2 ist er das kleinste unabhängige Land in Südamerika.
Die Gliederung des Landes stammt noch aus der Kolonialzeit, demnach gibt es für die knapp 500.000 Einwohner zehn Distrikte, die sich wiederum in 62 Verwaltungseinheiten als Ressorts unterteilen. Die jeweiligen Hauptstädte sind (in alphabetischer Reihenfolge): Brokopondo, Commewijne, Coronie, Marowijne, Nickerie, Para, Saramacca, Sipaliwini, Wanica, Paramaribo.

 

Gebirge in Surinam

Surinams Landfläche ist zu etwa 80% mit Regenwald bedeckt, der zum großen Amazonas Regenwald gehört. Der größere Anteil steht natürlich in Brasilien. Das Land verfügt jedoch auch über Berge, der Höchste ist mit 1280 Metern der Julianatop, der nach der niederländischen Königin benannt ist. Auch die Gebirgsketten, die im südlichen Landesteil liegen tragen natürlich mehrheitlich niederländische Namen, das Eilerts de Haan – Gebirge, das Wilhelminagebirge und das Tumuk Humak-Gebirge.

 

 

 

Surinams Flüsse

Wasser hat in Surinam eine große Bedeutung, nicht nur das es im Namen Niederländisch Guyana steckt, sondern auch was die Flüsse und tropischen Niederschläge angeht. So gibt es eine kleine und eine große Regenzeit, ebenso wie eine kleine und große Trockenzeit, wobei die Temperaturen zwischen angenehmen 24 und drückenden 36 Grad Celsius schwanken. Natürlich Unterschiede liegen in der geografischen Lage, am Meer oder im Landesinneren.
Was die Flüsse angeht, so sind sie hier häufig Namensgeber für Gebiete und auch das Land heißt wie der Fluss Suriname. Die großen Flüsse verlaufen alle von Süd nach Nord. Die Größten sind der Saramacca, der Coppename, der Corantijn und der Marowijne.
Außerdem gibt es in Surinam, je nach Wasserstand, den größten Stausee der Welt, den zwischen 1960 und 1965 zur Stromerzeugung erbauten Blommesteinsee, der ursprünglich den Namen seines Erbauers, des Wasserbauingenieurs Prof. Dr. van Blommestein trug, heute jedoch Brokopondostuwmeer heißt. Er bedeckt etwa eine Fläche von 1.500 km2.

Tier und Pflanzen Surinams

Die Natur hat es besonders gut mit Surinam gemeint und das wurde den Europäern bereits im Jahre 1701 durch die berühmte Maria Sibylla Merian und ihr Buch Metamorphosis insectorum Surinamensium dargelegt, das über die zweijährige Forschungsarbeit im Dschungel von Surinam berichtet. Eine Ausgabe dieses historischen Meisterwerks liegt übrigens in Surinams Hauptstadt und war ein Geschenk der Niederländischen Regierung zur Unabhängigkeit.

Der ursprüngliche Regenwald, zwar stark gefährdet durch Bauxit- und Goldminen, bedeckt immer noch 80% des Landes und besteht aus mehr als 1.000 unterschiedlichen Baumsorten. Forscher finden neben Guyana hier hervorragende Bedingungen zum Studium des Regenwaldes und seiner Bewohner, darunter Jaguare, Kaimane, Brüllaffen, Tapire und Papageien. Zum Schutz dieses Ökosystems gibt es in Surinam 1 Nationalpark, 11 Naturschutzgebiete, 4 spezielle Umweltgebiete und Küstenschutzgebiete, wie der Bereich mit den Stränden um Galibi, den Meeresschildkröten zur Eiablage nutzen.

 
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